Para-Sport









Para-Alpin-Skifahren wird weltweit praktiziert und umfasst sieben Disziplinen: Abfahrt, Slalom, Riesenslalom, Super-G, Alpine Kombination und Parallel-Teamwettbewerbe.
Der Sport entstand nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, als verletzte Kriegsveteranen zu ihrem geliebten Sport zurückkehrten. 1948 wurden die ersten Para-Ski-Alpin-Kurse angeboten.
Der Wettkampf steht männlichen und weiblichen Athleten mit körperlichen Beeinträchtigungen offen, beispielsweise Rückenmarksverletzungen, Koordinationsstörungen, Amputationen oder Sehbehinderungen. Die Athleten treten in drei Kategorien an, abhängig vom Grad der durch die Beeinträchtigung bedingten Aktivitätseinschränkung. Ein spezielles Bewertungssystem ermöglicht es Athleten mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen, gegeneinander anzutreten.
Skifahrer mit Sehbehinderung werden von sehenden Guides mithilfe von Signalen durch die Piste geleitet. Einige Athleten nutzen speziell angepasste Ausrüstung wie Einzelski, Sitzski oder orthopädische Hilfsmittel.
Seit Juli 2022 fungiert die Internationale Ski- und Snowboardföderation (FIS) als internationaler Verband für den Sport, nachdem die Zuständigkeit für den Para-Schneesport vom Internationalen Paralympischen Komitee übertragen wurde.
Das Programm der Paralympischen Spiele umfasst fünf Disziplinen: Abfahrt, Super-G, Alpine Kombination, Riesenslalom und Slalom. Abfahrt und Super-G werden gemeinhin als Speed-Disziplinen bezeichnet, Riesenslalom und Slalom hingegen als technische Disziplinen.

Breaking Barriers
Joachim Röthlisberger im Interview
Mit Arthrogryposis multiplex congenita aufzuwachsen, einer angeborenen Behinderung, die seine Armbeweglichkeit stark einschränkt, bedeutete für Joachim Röthlisberger nicht, auf Herausforderungen zu verzichten. Im Gegenteil, die körperliche Einschränkung wurde zu seinem Antrieb und führte ihn zum Para-Skirennsport. Heute setzt er sich bei PluSport für die Sensibilisierung des Behindertensports ein und blickt voller Vorfreude auf die Weltcuprennen in St. Moritz.
Para-Skirennen auf höchstem Niveau
Einmal im Jahr verwandelt sich St. Moritz in den Mittelpunkt des internationalen Para-Skisports: Der FIS Para Alpine Ski World Cup kommt auf die legendäre WM-Strecke Corviglia! Über 100 internationale Top-Athlet:innen aus 20 Nationen starten in den drei behinderungsspezifischen Kategorien: Sehbehinderung (VI), stehend (Standings) und sitzend (Sittings).
Sportklassen
Athlet:innen mit Sehbehinderung (fahren mit Guide)
AS1: Blind
AS2: Die statische Sehschärfe liegt im Bereich von LogMAR 1.8 bis 3.5
AS3: Die statische Sehschärfe liegt im Bereich von LogMAR 1.0 bis 1.7
AS4: Die statische Sehschärfe liegt im Bereich von LogMAR 0.6 bis 0.9
Stehende Athlet:innen
LW 1-4: Beeinträchtigung an einem oder beiden Beinen (z.B. Fehlbildungen, Lähmungen, Amputationen)
LW 5/7: Beeinträchtigung an beiden Armen, ohne Skistöcke
LW 6/8: Beeinträchtigung an einem Arm, mit einem Skistock
LW 9: Beeinträchtigung an Armen und Beinen (z.B. Hemiplegie, cerebrale Bewegungsstörungen oder Ähnliches)
Sitzende Athlet:innen
LW 10-12: Monoski (z.B. aufgrund Amputation oder Paraplegie oder Ähnliches)
Durgeführte Para-Rennen seit 2011
Links

Daten 2026: 18.-20. Dez
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