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Shiffrin bleibt Königin

18. Februar 2017: Mikaela Shiffrin ist und bleibt die unangefochtene Slalom-Königin. Mit einem sagenhaften Vorsprung von 1,64 Sekunden verteidigt sie ihren WM-Titel erneut – nach 2013 und 2015 ist es ihre dritte Goldmedaille im Slalom. 16'000 Zuschauer pushten Wendy Holdener zu Silber.

Mikaela Shiffrin (Claudio Kernen)
Wendy Holdener, Mikaela Shiffrin, Frida Hansdotter (Claudio Kernen)
Mikaela Shiffrin (agence zoom)
Wendy Holdener (agence zoom)
Wendy Holdener (Claudio Kernen)
Wendy Holdener (Claudio Kernen)
Frida Hansdotter (agence zoom)
Frida Hansdotter (agence zoom)
Wendy Holdener, Frida Hansdotter (Claudio Kernen)
Fans (Ski WM 2017)
Moritz (Claudio Kernen)
Cooly (Claudio Kernen)
Fans (Ski WM 2017)
Fans (Ski WM 2017)
Fans (Ski WM 2017)

Die Topfavoritin Mikaela Shiffrin führte nach dem ersten Lauf, Wendy Holdener und Michelle Gisin auf den Plätzen 2 und 6 in Lauerstellung. Aber eine eindeutige Machtdemonstration von Shiffrin liess den Verfolgerinnen keine Chance. Die US-Amerikanerin kam mit einem Vorsprung von 1,64 Sekunden ins Ziel.

Silber gewann Wendy Holdener. Die Schweizerin verteidigte Platz zwei trotz kleinerer Fehler. Für Holdener ist es die erste Medaille im Slalom. Seit 20 Jahren hatte keine Schweizerin mehr eine Slalom-Medaille gewonnen.

Bronze ging an Frida Hansdotter, die sich von Rang fünf nach vorne arbeitete. Veronika Velez-Zuzulova fädelte ein und verpasste die erste Einzelmedaille für die Slowakei, genauso wie Petra Vlhova mit dem vierten Platz.

Michelle Gisin ging voll auf Angriff, wurde aber nach einem Fehler nur 21. Auf der anderen Seite fuhr Denise Feierabend von Rang 16 auf neun vor.

Abschied des Tages: Michaela Kirchgasser erreichte in ihrem letzten WM-Rennen den sechsten Platz und nimmt damit an der Medaillenzeremonie Abschied von der grossen Bühne. Kompliment für immer grossartige und sympathische Auftritte.

Schrecksekunde des Tages: Souverän und überzeugend auf der Piste, aber fast vom Hocker gefallen bei der Pressekonferenz. Der Moderator fragte Shiffrin nach dem grossen Vorsprung von 1,64 Sekunden und als Reaktion rutschte sie beinahe vom Hocker und konnte sich gerade noch auffangen. Die Lacher und Bewunderer hatte sie auch hier auf ihrer Seite.

Attacke des Tages: Michelle Gisin, hervorragend auf dem sechsten Platz nach dem ersten Lauf klassiert, riskierte alles und attackierte voll. Leider wurde sie nach zeitraubenden Fehlern auf den 21. Rang durchgereicht. Ihre Leistungen an der WM sind aber ein Versprechen für die Zukunft.

Die Glückszahl des Tages: Wie in der Alpinen Kombination so auch im Spezialslalom war Wendy Holdener mit der Startnummer 7 unterwegs. Wenn das keine Glückszahl ist?

Hattrick des Tages: Die dreifache Weltmeisterin Mikaela Shiffrin (2013, 2015 und 2017) hat den Hattrick von Christel Cranz (De) in den Jahren 1937, 1938 und 1939 nach 78 Jahre egalisiert. Was für ein historisches Ereignis.

Erfolgsrezept des Tages: Als einer der Hauptkriterien für die grossen Erfolge seiner Tochter, erklärte ihr Vater, Ted Shiffrin: «we do not much party».

Druck des Tages: Weltmeisterin in der Kombination und nun Vize-Weltmeisterin im Slalom. Wendy Holdener aus Unteriberg hielt im zweiten Lauf dem Druck stand und verteidigte den 2. Platz, den sie bereits bei Halbzeit belegt hatte, trotz einigen Wacklern souverän.

Aufforderung des Tages: «Hold ener no es Bier» (Hol dir noch ein Bier) – dies die Aufforderung an der Raiffeisen Iglu Bar.

Anerkennung des Tages: Alle Fahrerinnen werden herzlich und stimmungsvoll im Zielgelände willkommen geheissen. Die Atmosphäre auf Salastrains ist einmalig, und sie erhält insbesondere auch von den Fahrerinnen eine ganz grosse Anerkennung.

Wolke des Tages: keine vorhanden – Martin Berthod spricht von der „blauen Störung“ und meint damit das einmalige Blau und die traumhafte Engadiner Sonne.

Die Unermüdlichen des Tages: Das Cheerleader Team von Caffè Latte ist mit einer beeindruckenden Choreographie für die gute Stimmung im Zielraum mitverantwortlich. Bei den Schweizerinnen wechseln sie ihre Goldwedel mit den Schweizerfahnen – Hopp Schwiiz!

Frage des Tages: Was bedeuten die Erfolge an der Ski-WM für die Skination Schweiz? Die Schweiz war einmal Skination – die geopolitischen und gesellschaftlichen Konstellationen haben sich in den letzten 30 Jahren markant verändert, die alten Zeiten kommen nicht mehr zurück, aber trotzdem: Die Zukunft kann neu geschrieben werden.

Die Summe des Tages: Die neue Summe des Tages ist die Sieben, genauso wie die Glückszahl des Tages. So viele Medaillen hat die Schweiz an der bisherigen WM erreicht. Die Schweiz verteidigt ihre Spitzenposition und hat zahlenmässig wieder mit Österreich gleichgezogen. Können wir uns am Sonntag bei den Männern nochmals über Edelmetall freuen?

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