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Saisonrückblick - Tops & Flops Herren

Was für eine Saison - viele Hochs und ein paar Tiefs. Aus Schweizer Sicht überragt bei den Herren natürlich der WM-Titel von Beat Feuz in der Abfahrt. International gesehen hat sich Marcel Hirscher mit seinem sechsten Gesamtweltcup-Titel endgültig in die Geschichtsbücher des Alpinen Skisports eingetragen. Wie schlugen sich die gewohnt starken Norweger oder der mitdominierende Franzose Alexis Pinturault?

Beat Feuz

Der Emmentaler ist ein Phänomen. An regelmässiges Training ist mit seinen ramponierten Knien nicht mehr zu denken. Und dann steht Feuz bei der Heim-WM am Start der Abfahrt, das ganze Land will sehnsüchtigst diesen Titel - und Feuz lässt sich weder von der Verschiebung wegen Wetter irritieren, noch vom Erwartungsdruck und fährt einfach runter, als sei es das einfachste der Welt.

Marcel Hirscher

Es wäre nur normal, wenn “hirschern” eines Tages den Weg in den österreichischen Duden findet. Als ein Superlativ, den man nicht mehr steigern kann. Zweimal Gold bei der WM in St. Moritz, ein paar Wochen später bekommt er zum sechsten Mal in Folge die grosse Kristallkugel für den besten Skifahrer der Saison überreicht. Er ist endgültig der beste Skifahrer aller bisherigen Zeiten und das Schönste: Marcel “hirschert” weiter.

Die Norweger

Aksel Svindal verletzt, Kjetil Jansrud krank, Henrik Kristoffersen (Bild) ausser Form. Für das starke norwegische Team war St. Moritz eine Enttäuschung. Zwar gab es einmal Silber (Jansrud im Super-G) und einmal Bronze (Leif Kristian Haugen im Riesenslalom), aber das war nicht das, was sich die “Elche” erhofft hatten. Vor allem Kristoffersen schmiss Stöcke und Handschuhe stinksauer in den Schnee: klar, nach zwei vierten Plätzen in Slalom und Riesenslalom. ärgerlicher geht es nicht.

Alexis Pinturault

Immerhin Gold mit dem Team… aber wird Alexis Pinturault so denken? Oder fragt sich der dreimalige Saisonsieger im Weltcup immer noch, warum er ausgerechnet in St. Moritz, im wichtigsten Rennen der Saison, nur Siebter wurde? Pinturault war eine der grossen Enttäuschungen der WM, das mochte er selbst gar nicht leugnen. “Ich verlasse St. Moritz mit dem Gefühl des Frustes und der Tristesse.”

Felix Neureuther

Der Bayer ist ein Unikum. Wer die Pressekonferenz nach dem Slalom erlebt hat, weiss, warum Neureuther überall so beliebt ist. Denn er übernahm nach dem Gewinn der Bronzemedaille die Rolle des Moderators und führte mit dem Zweitplatzierten Manuel Feller (Ö) eine Art Kabarett hin, das vom Feinsten war. Zudem brachte Neureuther mit seinem dritten Rang das bis dahin so enttäuschende deutsche Team in letzter Sekunde in den Medaillenspiegel.

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