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Saisonrückblick - Tops & Flops Damen

Mikaela Shiffrin - die überragende Athletin der Saison. Die herausragenden Leistungen von Wendy Holdener und Michelle Gisin und der bittere Ausfall von Lara Gut sorgten für eine emotionale Achterbahnfahrt bei den Schweizern. Auch für positive Schlagzeilen hat in dieser Saison die stets fröhliche Italienerin Sofia Goggia gesorgt.

Lara Gut

Sie schrieb die herzzereissendste Geschichte der WM: Mit Bronze im ersten Rennen nahm sie allen Druck vom Team. Wer konnte da ahnen, dass es ihre einzige bleiben würde. Drei Tage später riss das Kreuzbandriss, die Saison vorbei. Gut zeigte sich auch in dieser für sie tragischen Zeit als grosser Champion. Sie lamentierte nicht, sie schrieb, sie habe nach dem Gewinn des Gesamtweltcups immer wieder das Gefühl gehabt, der Körper wolle eine Pause, die sie ihm nicht geben konnte. Jetzt hatte er sie, und Lara Gut zeigt, was es heisst, einen Rückschlag als Chance zu sehen.

Wendy Holdener

Der erste WM-Sieg einer Schweizerin seit Sonja Nef 2001, die erste Medaille an einem WM-Slalom einer Schweizerin seit Karin Roten - Wendy Holdener schrieb mit Gold (Kombination) und Silber (Slalom) Geschichte auf der Corviglia. Gemeinsam mit Michelle Gisin (Silber Kombination, auf dem Bild mit der Nr. 13) zeigte sie eindrücklich, dass das Schweizer Frauenteam nicht mehr auf Lara Gut angewiesen ist, wenn es um Medaillen geht. Holdener soll die nächste Generation auf die höchste Stufe führen, und sie hat den Charakter, genau diese Teamleaderin zu sein.

Sofia Goggia

Was für ein Temperament, was für eine Frau! Sofia Goggia rockt den Frauenrennsport, dass es eine wahre Freude ist, ihr zuzuschauen. Im Rennen geht sie permanent ans Limit, nach dem Rennen ist sie Emotion pur. Und wenn sie auf dem Podium lauthals die italienische Hymne mitsingt, bleibt eh kein Auge trocken. Goggia mag “nur” eine Bronzemedaille geholt haben in St. Moritz, aber sie ist genau der Typ, den der Skisport braucht. Und weil sie ausser im Slalom in jeder Disziplin aufs Podest fahren kann, wird sie schon im kommenden Winter die grosse Kristallkugel nur ungern einer anderen überlassen.

Lindsey Vonn

Aus im Super-G, nur Rang 5 in der Kombination, und auch “nur” Bronze auf der Abfahrt. Eine WM zum Vergessen für die Speed-Queen? Wer so denkt, kennt Lindsey Vonn nicht. Strahlend sass nach Rang 3 in der Pressekonferenz und erzählte, wie stolz sie darauf sei, dass sie nun die älteste Medaillengewinnern an einer WM ist. Das ist Lindsey Vonn, immer auf der Suche nach Rekorden, nach dem Limit. Sie wird noch bis kommenden Winter weiterfahren, Olympia in Südkorea ist ihr grosses Ziel - wer sie abschreibt, hat schon verloren.

Mikaela Shiffrin

In St. Moritz zum dritten in Folge Slalom-Weltmeisterin geworden, dazu Silber im Riesenslalom, einmal Olympiasiegerin, 31 Weltcupsiege (Rang 9 der ewigen Bestenliste). Das ist eine unfassbare Bilanz, und sie wird noch unfassbarer, wenn wir von einer 22-Jährigen reden. Mikaela Shiffrin ist die Perfektion in Person, und dabei hat sie in den Speeddisziplinen noch gar nicht richtig angefangen.

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