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Party feiern ja – Abfall entsorgen auch!

140'000 Gäste hinterlassen viel Abfall – das lässt sich nicht vermeiden. 60 Helfer und ein speziell entwickeltes Abfallkonzept unterstützen die Fans dabei, St. Moritz an der Ski WM sauber zu halten. Und trotzdem: Keine Zigaretten-Stummeln in den Schnee werfen, bitte!

40-50 Tonnen Abfall landen an der Ski WM in den Kübeln.
So viele Alu Dosen auf einem Haufen!
Das Abfall-Entsorgungs-Team gibt jeden Tag vollgas!

Party machen, feiern, einfach die Momente geniessen, die bleiben. Dummerweise bleiben bei Grossevents wie einer alpinen Ski-WM aber nicht nur tolle Momente, sondern auch anderes - kurz z.B. “Abfall” genannt. Ganz vermeiden lässt sich nicht, dass Sachen anfallen, die weggeworfen werden. Und wer möchte von sich behaupten, er oder sie habe noch nie ein Papier, eine Plastikverpackung, die Zigarette einfach mal falle lassen, aus Versehen, aus Bequemlichkeit, mangels Entsorgungsmöglichkeit?

60 Helferinnen und Helfer im Einsatz

Ursina El Sammra kennt das Problem bestens, sie entwickelt für Gemeinden und Events Abfallentsorungskonzepte (umweltgemeinde.ch). “Die Menschen wollen feiern und die Zeit geniessen, sie wollen sich nicht permanent Gedanken machen, wo sie ihren Abfall hintun können”, sagt sie, “und das ist auch absolut verständlich.”

Aber klar, Abfall wird es geben, und zwar nicht wenig: “Für die WM in St. Moritz wurde gemeinsam mit Reto Rupf und Martin Wyttenbach von der ZHAW (Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften) ein Abfallkonzept entwickelt und umgesetzt, wir rechnen mit 40 bis 50 Tonnen Kehricht”, sagt Ursina El Sammra. Das ist eine ganze Menge. Mit 60 Helferinnen und Helfern wollen sie das Publikum und alle weiteren Anwesenden unterstützen, die Abfälle auf Salastrains, im Kulm Park, der Fussgängerzone, aber auch auf allen Parkplätzen und Shuttle-Stops korrekt zu entsorgen.

Immer diese Konfettikanonen...
Eine Ski-WM ist in doppelter Hinsicht eine weltmeisterliche Herausforderung. Erstens ist es eine offene, enorm grossflächige Veranstaltung und keine abgeschlossene Halle. Zweitens - der Schnee. “Man kann da nicht einfach mit einem Besen kommen und wegwischen”, sagt Ursina El Sammra und denkt an das Weltcup Finale vom März 2016: “Da wurde eine Konfetti-Kanone abgeschossen …” Und sie mag gar nicht mehr daran denken, was das für die fleissigen Helfer und Helferinnen bedeutete. Oder nehmen wir die Zigarettenstummel, die sich richtig in den Schnee hineinfressen, und die mit zum schlimmsten gehören, was Leute einfach mal so wegwerfen.

Doch Ursina El Sammra und ihr Team lassen sich nicht bange machen. Liegt trotzdem einmal etwas auf dem Boden, soll es so schnell wie möglich entsorgt werden. “Es gibt die sogenannte Broken-Windows-Theorie”, sagt sie: “Liegt Abfall herum, kommt immer mehr dazu. Ist es sauber, nehmen die Leute mehr Rücksicht.” Ursina El Sammra und ihr Team bedanken sich schon jetzt bei allen, die ihre Abfälle korrekt entsorgen.

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