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Morgen zählt Wendy-gkeit

18. Februar 2017: Bei der letzten Disziplin der Ski-Weltmeisterschaften sind Wendigkeit und Schnellkraft gefragt. Favoritinnen für den Titel im Slalom der Damen sind Mikaela Shiffrin und Wendy Holdener, aber auch Veronika Velez Zuzulova und Frida Hansdotter. Und man darf erwarten, dass es äusserst eng zugehen wird.

Wendy Holdener (Agence Zoom)

Die Geschichte: Neben der Abfahrt die klassische Disziplin, die von Anfang bei Weltmeisterschaften vertreten war. Neben den ganz Schnellen die ganz Langsamen, bei denen es vor allem um Wendigkeit und Schnellkraft geht. Bei den Frauen gibt es auch in modernen Zeiten noch Athletinnen, die in beiden Disziplinen gewinnen können, etwa eine Tina Maze, auch Lindsey Vonn gelang dieses Kunststück. Bei der ersten WM 1931 gewann die erst 17-jährige Britin Esmé MacKinnon neben der Abfahrt auch den Slalom. In Weltcup-Zeiten gelang dieses Kunststück der Kroatin Janica Kostelic (2005).

Die Vorgaben: Die Höhendifferenz muss zwischen 140 und 220 Höhenmetern betragen, in St. Moritz sind es 190. Die Anzahl Richtungsänderungen muss zwischen 30 und 35 Prozent der Höhendifferenz betragen - mit einer Toleranz von plus/minus drei Toren.

Der Ski: Er muss mindestens 155 Zentimeter lang sein, die Seitenbreite unter der Bindung muss mindestens 6,3 cm betragen.

Der Modus: Der Slalom wurde bei grossen Meisterschaften immer schon in zwei Durchgängen ausgetragen. Jeder Kurs wird von einem anderen Kurssetzer gesteckt. Da in der Regel frühe Nummern im Vorteil sind, weil die Strecke weniger Schläge und Löcher aufweist, wird die Startreihenfolge unter den besten 15 Fahrerinnen ausgelost: die ersten 7 erhalten die Nummern 1 bis 7, die Fahrerinnen zwischen 8 und 15 erhalten eine Nummer zwischen 8 und 15. Im zweiten Durchgang fahren die 30 Erstplatzierten des ersten Durchgangs in umgekehrter Reihenfolge.

Die WM-Strecke: Der WM-Slalom-Hang mit Start oberhalb Alp Giop bietet vom Gelände her keine besonderen Schwierigkeiten, er lädt zu einer angriffigen Fahrt geradezu ein. Trotzdem ist er anspruchsvoll und für alle Rennläuferinnen fair. Unter den Favoritinnen werden geringe Abstände erwartet.

Die Titelverteidigerin: Mikaela Shiffrin (USA) wurde an der Heim-WM in Vail bereits zum zweiten Mal in Folge Weltmeisterin. Frida Hansdotter (Sd) gewann Silber, Sarka Strachova (Tsch) Bronze. Charlotte Chable war als 15. beste Schweizerin. Die letzte Schweizer Weltmeisterin in dieser Disziplin war Vreni Schneider 1991.

Die Favoritinnen: Mikaela Shiffrin (USA) gewann acht der letzten zehn Weltcup-Slaloms. Wendy Holdener stand in sechs der sieben Rennen dieses Winters auf dem Podest und rückte der grossen Konkurrentin zeitmässig immer näher. Wer freilich Veronika Velez Zuzulova (Slk) und die immer stärker werdende Frida Hansdotter (Sd) vergisst, ist leichtsinnig. Die Generalprobe beim Weltcup Final 2016 gewann Shiffrin vor Velez Zuzulova und Hansdotter, Holdener wurde Vierte.

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