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Die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften sind die wichtigsten Meisterschaften im alpinen Skirennsport und finden alle zwei Jahre statt. St. Moritz 2017 war für die Engadiner bereits das fünfte Grossereignis dieser Art. Ein Rückblick.

Erstmals wurden Weltmeisterschaften im alpinen Skisport 1931 abgehalten. Anfänglich wurden sie als FIS-Wettkämpfe, FIS-Meisterschaften oder einfach FIS-Rennen bezeichnet, ab 1937 trugen die Veranstaltungen offiziell den Titel Weltmeisterschaften. Bis 1939 fanden die Titelkämpfe jährlich statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Weltmeisterschaften von 1948 bis 1982 alle zwei Jahre ausgetragen, wobei bis zu den Olympischen Winterspielen 1980 die Olympiasieger auch gleichzeitig Weltmeister waren. Seit 1985 finden die Weltmeisterschaften in ungeraden Jahren unabhängig von den Olympischen Winterspielen statt. Ausnahme war die Weltmeisterschaft in der Sierra Nevada, die erst 1996 stattfand, da im Jahr zuvor akuter Schneemangel geherrscht hatte.

St. Moritz 2003

Die Alpinen Ski Weltmeisterschaften 2003 in St. Moritz waren für alle beteiligten Partner ein grosser Erfolg und für viele Jahre das prägende Ereignis im Oberengadin. Alle Rennen fanden programmgemäss, regulär und ohne Verschiebungen statt – das erste Mal nach 33 Jahren! Die 170'000 Besucher kamen in den Genuss von spannenden Wettkämpfen ohne böse Unfälle – und dies noch meistens bei herrlichem Sonnenschein!

Grossartige TV- und Print-Bilder sowie spannende Rennen sorgten weltweit für Rekordeinschaltungen und eine gewaltige positive Publizität für St. Moritz und das Engadin. Die Investitionen von rund 1 Mia. Schweizer Franken, die im Vorfeld der FIS Ski WM 2003 am Berg, im Tal und Ort getätigt wurden, haben die Angebotsqualität in und um St. Moritz spürbar erhöht. Die Ski Weltmeisterschaften 2003 haben dafür gesorgt, dass St. Moritz heute touristisch aufgerüstet ist – und die Welt das auch weiss. 

Die heimlichen Stars des Grossanlasses waren aber die 1200 Voluntaris, die dank ihrer Freundlichkeit und ihres aufopfernden Einsatzes sehr viel Sympathie, Goodwill und Verständnis geweckt haben. Es ist ihnen gelungen, ein Ambiente der Gastlichkeit, Toleranz und Fairness zu schaffen, das entscheidend zur menschlichen Qualität des Anlasses beigetragen hat und allen Besuchern sehr positiv in Erinnerung bleiben wird. Die Voluntari-Organisation besteht heute noch. Das attraktive Rahmenprogramm machte die WM zum starken Event und attraktiven Gesamterlebnis, was die Wirkung vor Ort und in der Kommunikation massiv verstärkte. 

St. Moritz 1974

Die 23. Alpinen Ski Weltmeisterschaften fanden vom 3. bis 10. Februar 1974 in St. Moritz statt. Zu den bekanntesten Medaillengewinnern zählen 1974 Namen wie Franz Klammer, Gustav Thöni, Hans Hinterseer, Piero Gros, Annemarie Moser-Pröll oder etwa Hanni Wenzel. 

St. Moritz 1948

Bei den V. Olympischen Spielen 1948 in St. Moritz wurden sechs Wettbewerbe im Alpinen Skisport ausgetragen. Die drei Erstplatzierten in der Abfahrt, im Slalom und in der Kombination erhielten nebst den Olympiamedaillen auch Weltmeisterschaftsmedaillen, da diese Wettbewerbe auch als 10. Alpine Skiweltmeisterschaften zählten.

St. Moritz 1934

Die 4. Alpinen Ski Weltmeisterschaften fanden vom 15. bis 17. Februar 1934 in St. Moritz statt. Österreichische Läufer waren nicht am Start, da der ÖSV wegen der Februarkämpfe keine Mannschaft entsandte.

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